Jahresbericht 2016

Im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr gibt es in der personellen Zusammensetzung des Bundes- Zucht- und Anerkennungsausschusses (BZA) eine VerĂ€nderung. Werner Vogel von der Sparte GeflĂŒgel hat seinen RĂŒcktritt aus dem BZA aus gesundheitlichen GrĂŒnden erklĂ€rt. Ihm sei an dieser Stelle fĂŒr seine 18-jĂ€hrige TĂ€tigkeit im BZA zum Wohl der Deutschen RassegeflĂŒgelzucht gedankt. AnlĂ€sslich der Gesamtvorstandssitzung des BDRG in Bad Orb 2016 wurde Zuchtfreund Sascha Leuschner als Vertreter des VHGW in den BZA Sparte GeflĂŒgel berufen.

Abschied nehmen mussten wir von dem frĂŒheren Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden des BZA Dr. Werner LĂŒthgen, der fĂŒr uns alle ĂŒberraschend im Februar 2017 verstarb. Er war ein Grandseigneur und ein europaweit anerkannter Fachmann der RassegeflĂŒgelzucht mit herausragenden Verdiensten um unser Hobby und um unsere Organisation. 1989 wurde er als Taubenexperte in den BZA berufen. Von 1998 bis 2010 war er Vorsitzender des BZA. Seit 1990 war Dr. LĂŒthgen Vertreter des BDRG in der EE fĂŒr die Sparte Tauben. Von 1991 bis 2012 war er Vorsitzender der Sparte Tauben und damit PrĂ€sidiumsmitglied des Europaverbandes. In dieser Funktion war er auf allen Europatagungen und Europaschauen prĂ€sent, wo er regelmĂ€ĂŸig als gefragter Preisrichter und Obmann zum Einsatz kam. In der abgelaufenen Ausstellungssaison konnten leider nicht alle Bundesschauen durchgefĂŒhrt werden. So wurde die Lipsia-Schau in Leipzig mit der Bundessiegerschau frĂŒhzeitig abgesagt. Wegen der Vogelgrippethematik hat das zustĂ€ndige VeterinĂ€ramt dem Leipziger RassegeflĂŒgelzuchtvereins die Schaugenehmigung entzogen. Unter normalen Bedingungen,am Anfang der Schau Saison 2016/2017,fand die Deutsche JunggeflĂŒgelschau in Hannover statt. Mit großem Aufwand, seitens der Ausstellungsleitung, konnte die VDT-Schau in Erfurt mit erheblichen EinschrĂ€nkungen ausgerichtet werden. In Rheinberg konnten glĂŒcklicherweise die VHGW- und VZV-Schau stattfinden. Durch den Ausfall der Bundessiegerschau konnten zahlreiche Tiere im Sichtungs- und Vorstellungsverfahren nicht vorgestellt werden. FĂŒr die betreffenden Rassen werden wir nach PrĂŒfung die Zulassungsfristen verlĂ€ngern.

Alle berufenen Mitglieder des BZA standen fĂŒr die Bewertung von NeuzĂŒchtungen (Sichtungsund Vorstellungsverfahren) fĂŒr die Bundesschauen (Dt. JunggeflĂŒgelschau in Hannover, der VDT-Schau in Erfurt und der VHGW-und VZV-Schau in Rheinberg zur VerfĂŒgung. Die Basis fĂŒr die Arbeit des BZA, sowie den Aufgabenbereich desselben bilden die AAB XIII. 1-4 und die im Satzungsordner abgedruckte GeschĂ€ftsordnung des BZA. Neue Rassen und FarbenschlĂ€ge aus dem Ausland werden weiterhin in nicht unerheblichem Umfang von den ZĂŒchtern importiert, die diese in ihren HeimatlĂ€ndern kennen gelernt haben, und diese dann im Rahmen eines Anerkennungsverfahren in Deutschland vorstellen. Eine automatische Anerkennung wird es auch in Zukunft nicht geben, wie dies von manchen ZĂŒchtern schon mal ins GesprĂ€ch gebracht worden ist. UnabhĂ€ngig davon werden aber weiterhin in nicht unerheblichem Umfang AntrĂ€ge auf Anerkennung von Rassen oder neuen FarbenschlĂ€gen gestellt, ohne dass dafĂŒr in Deutschland eine ausreichende Zuchtbasis besteht. Ein Vergleich mit den in den einzelnen Standards aufgefĂŒhrten FarbenschlĂ€gen zeigt, dass viele FarbenschlĂ€ge und Rassen nach der Anerkennung nur ein MauerblĂŒmchendasein fristen.

Auf der Basis der unterschiedlichen EuropĂ€ischen Standards entstehen mit Zustimmung der Standardkommissionen der EE weiterhin EuropĂ€ische Standardwerke, die als Europastandard vereinheitlicht sind und deren Inhalt dann auch verbindlich fĂŒr die in den einzelnen LĂ€ndern in der Heimatsprache gedruckten Standards sind. Gewisse Unterschiede in der Auslegung der Standards wird es aber auch in Zukunft geben, da in einzelnen LĂ€ndern der Typ einer Rasse im Vordergrund steht, wobei dann Farbe und Zeichnung nur eine untergeordnete Rolle spielen, auf die aber in Deutschland auch weiterhin besonderer Wert gelegt wird. Eine Anerkennung ist in erster Linie von der DurchzĂŒchtung und QualitĂ€t der Tiere abhĂ€ngig. Sie erfolgt bei neuen Rassen oder bei FarbenschlĂ€gen, Zeichnungsarten oder spezifischen Merkmalen, die noch bei keiner standardisierten Rasse vorhanden sind, unabhĂ€ngig von der Dauer des Vorstellungsverfahrens, wenn mindestens 3 Tiere, auf beide Geschlechter (bei Puten und GĂ€nsen mindestens 2 Tiere auf beide Geschlechter) verteilt, die Note „sehr gut“ erreichen und die geforderte Anzahl der Tiere keine Ausschlussfehler aufweisen.

Sie erfolgt bei neuen FarbenschlĂ€gen, Zeichnungsarten oder spezifischen Merkmalen, die bei anderen Rassen bereits standardisiert sind und im Ausland anerkannte FarbenschlĂ€ge oder Varianten einer bereits anerkannten Rasse, unabhĂ€ngig von der Dauer des Vorstellungsverfahrens, wenn 2,2 Jungtiere mindestens 370 Punkte, davon auf beide Geschlechter verteilt mindestens je 93 Punkte (Bei Puten und GĂ€nsen mindestens 186 Punkte, davon auf beide Geschlechter verteilt mindestens 93 Punkte) erreichen und die geforderte Anzahl keine Ausschlussfehler aufweisen. Spezifische Rassemerkmale können nach eingehender, fachlichen PrĂŒfung im Ermessen des BZA gleichzeitig mit der NeuzĂŒchtung eines Farbenschlags oder Scheckungs- bzw. Zeichnungsmusters ohne Vorstellungsverfahren anerkannt werden, wenn diese bei den anerkannten FarbenschlĂ€gen oder Scheckungs- bzw. Zeichnungsmuster der gleichen Rasse bereits anerkannt sind. Siehe auch AAB XIII. 1-4. Eine gemeinsame Sitzung des BZA wurde im letzten Jahr anlĂ€sslich Bundesversammlung in Bad Orb 2016 durchgefĂŒhrt, wobei auf Grund der Bewertungsergebnisse bei den NeuzĂŒchtungen StandardergĂ€nzungen beschlossen wurden, die in der Fachpresse veröffentlicht worden sind. Hierzu zĂ€hlen natĂŒrlich auch Entscheidungen, ob eine „NeuzĂŒchtung“ noch ein weiteres Jahr in dieser Abteilung bleiben muss. Vereinzelt wurden auch Rassen oder FarbenschlĂ€ge aus dem Anerkennungsverfahren gestrichen, damit dem ZĂŒchter frĂŒhzeitig klar wird, dass auch in Zukunft die von ihm angestrebte Anerkennung nicht realistisch ist. In Zusammenarbeit mit dem PrĂ€sidium und dem BZA wurde die BZA-GeschĂ€ftsordnung im Februar 2016 einvernehmlich angepasst und anlĂ€sslich Bundesversammlung 2016 in Bad Orb einstimmig verabschiedet. Neu gefasst wurde die Hand- und Armschwingen Reglung bei Großen HĂŒhner und ZwerghĂŒhner. Die Änderung erfolgt 2017 im Satzungsordner des BDRG unter BeschlĂŒssen und Richtlinien.


Bei normal entwickelter Federstruktur gelten gemeinhin 10 Hand- und 10 Armschwingen. In rassespezifischen Ausnahmen werden geringe Abweichungen toleriert. Auftretende VerĂ€nderungen in der Schwingenstruktur, der Schwingenanordnung und der Schwingenausformung sind bei der Bewertung gemĂ€ĂŸ AAB abzustufen....

BegrĂŒndung:
Nach vielen Handmusterungen ist aufgefallen, dass eine bei weitem nicht geringe Zahl von Rassen und/oder FarbenschlĂ€gen bei Großwie auch Zwergrassen eine erhöhte, oder auch reduzierte, Anzahl von Handschwingen besitzt. Fakt ist, dass diese VerĂ€nderungen in der Zahl der Handschwingen bei einem Großteil der Rassen/FarbenschlĂ€ge zu keinerlei Nachteil im Erscheinungsbild des Tieres fĂŒhren sowie bei spezieller Betrachtung des Handschwunges es auch dort zu keinerlei Nachteilen kommt. Erhöht sich allerdings die Anzahl um ein betrĂ€chtliches Maß, treten doch teils sichtbare Probleme auf. Diese sind in der Struktur der Schwingen sowie auch in der Anordnung und teils unterschiedlichen Form der Schwingen zu finden. Hier muss, wie oben ausgefĂŒhrt, entsprechend nach AAB gehandelt werden. Der im Jahr 2016 veröffentlichte Passus zum Thema „10 Handschwingen“ wird ungĂŒltig und gestrichen.

Nach Abschluss der Vorstellungen von NeuzĂŒchtungen in der Ausstellungssaison 2016/2017 in den Abteilungen Vorstellungsverfahren/ Sichtung hat der BZA-Sparte GeflĂŒgel in seiner Spartensitzung am 14.01.2017 in Winterstein/ ThĂŒringen folgende BeschlĂŒsse gefasst:

Es werden nachstehende NeuzĂŒchtungen anerkannt:
Neu anerkannte Rassen bzw. FarbschlÀge aus den Vorstellungsverfahren von Hannover
und Rheinberg:

  • Deutsche Zwerg ReichshĂŒhner weiß-blaucolumbia
  • Japanische Legewachteln braun-wildfarbig 

Aus der Sichtung in das Vorstellungsverfahren zugelassen wurden:

  • Araucana braun-goldhalsig
  • Zwerg RheinlĂ€nder blau-rebhuhnhalsig
  • Vorster Enten weiß
  • Sulmtaler blau-weizenfarbig
  • Watermaalsche Bartzwerge gelb mit weißen Tupfen
  • Zwerg Plymouth Rocks blau
  • Japanische Legewachteln wildfarbig und gelb-wildfarbig

Nach Abschluss der Vorstellungen von NeuzĂŒchtungen in der Ausstellungssaison
2016/2017 in den Abteilungen Vorstellungsverfahren/ Sichtung hat der BZA-Sparte Tauben in seiner Spartensitzung am 24.+25.11.2016 in Erfurt folgende BeschlĂŒsse gefasst:

Nachstehende NeuzĂŒchtungen werden Anerkannt:

  • Dragoon in Indigo mit Binden
  • Deutsche Modeneser in Gelbfahl-Schimmel mit gelben Binden
  • SĂ€chsische Kröpfer in Schwarz-Gescheckt
  • Schlesische Kröpfer in Blau-GehĂ€mmert
  • Amsterdamer Kröpfer in Gelbfahl-Schimmel mit gelben Binden
  • Figurita-Mövchen in Rot
  • Altorientalische Mövchen in RotgesĂ€umt
  • Portugiesische TĂŒmmler Hellgrau-DunkelgesĂ€umt
  • Wiener TĂŒmmler in Weiß kurz belatscht
  • Weiter vorzustellen sind:
  • Ungarische Schautauben Rotfahl mit roten Binden
  • Giant Homer Schwarz-Sprenkel
  • LĂŒtticher Brieftaube Gelbfahl
  • NiederlĂ€ndische Schönheitsbrieftauben in weiteren FarbenschlĂ€gen
  • Soulzer Hauben in Rotfahl ohne Binden
  • Deutsche Modeneser Gazzi in Schwarz-HellschildiggesĂ€umt
  • Essenbacher Kröpfer in Blau mit schwarzen Binden
  • MĂŒnsterlĂ€nder Feldtauben in Blau-GehĂ€mmert
  • ThĂŒringer Schildtauben in Blaufahl mit Sulfurbinden
  • Arabische Trommeltauben in Rotfahl-GehĂ€mmert
  • Altenburger Trommeltauben Mehlicht ohne Binden
  • AlthollĂ€ndische Kapuziner in Blau-Schimmel mit dunklen Binden
  • Altdeutsche Mövchen in Aschgelb-GeschwĂ€nzt
  • Antwerpener Smerlen in Dunkel-GehĂ€mmert
  • DĂ€nische TĂŒmmler Dun-Geelstert (gemeldet nicht erschienen, ohne Antrag)
  • Kasseler TĂŒmmler in Blau-GehĂ€mmert
  • Bakuer TĂŒmmler in versch. Farben geschwĂ€nzt
  • Rostocker TĂŒmmler in Blau mit schwarzen Binden
  • Katalanische TĂŒmmler in Vielfarbig

Die entsprechenden Standardtexte wurden in der Fachpresse veröffentlicht. Alle nicht genannten NeuzĂŒchtungen mĂŒssen weiter im Vorstellungsverfahren oder in der Sichtung ausgestellt werden. Die gefassten BeschlĂŒsse werden zugleich den europĂ€ischen Standard-KommissionenĂŒbermittelt, sodass diese fĂŒr ihre nĂ€chsten Sitzungen ĂŒber den aktuellen Stand der Anerkennung neuer Rassen oder FarbenschlĂ€ge in Deutschland informiert sind. Außerdem wird der Druck der ErgĂ€nzungsblĂ€tter fĂŒr die Standardwerke frĂŒhzeitig vorbereitet, damit diese termingerecht bei den Preisrichtern und interessierten ZĂŒchtern zur VerfĂŒgung stehen Wie immer soll auch hier auf die Bedeutung der Sichtungsklasse verwiesen werden, die es dem ZĂŒchter ermöglicht, mit einer geringeren Tierzahl den Zuchtstand seiner neuen Rasse / Farbenschlag zu prĂ€sentieren. Bei Beachtung der Hinweise des BZA in der Fachpresse wird dann deutlich gemacht, ob das angestrebte Zuchtziel schon erreicht ist, oder ob es noch sinnvoll erscheint, durch weitere Zuchtarbeit den Zuchtstand zu verbessern. Alttiere gehören nicht in die Sichtungsklasse!

Die Sichtungsklasse bewĂ€hrt sich auch bei der PrĂ€sentation von unbekannten auslĂ€ndischen Rassen, da hier erstmals geprĂŒft werden kann, ob eine eventuelle spĂ€tere Anerkennung nicht zu Verwechslungen mit bereits in Deutschland anerkannten Rassen oder FarbenschlĂ€gen fĂŒhren kann. Auch VerstĂ¶ĂŸe gegen tierschutzrelevante Entartungen können dabei frĂŒhzeitig erkannt werden, die auf alle FĂ€lle eine Anerkennung einer auslĂ€ndischen Rasse in Deutschland unmöglich machen wĂŒrden. Rassen und FarbenschlĂ€ge können fĂŒr das Vorstellungsverfahren nur ĂŒbernommen werden, wenn zuvor termingerecht (1. Februar des laufenden Jahres) ein entsprechender Antrag beim BZA gestellt wurde. Alle anderen Rassen und FarbenschlĂ€ge gelangen nur in das Sichtungsverfahren, wobei die Bestimmungen der AAB hinsichtlich der zu prĂ€sentierenden Tierzahlen zu beachten sind. Allerdings gibt es hier keinen Schlusstermin. Ein wichtiges Ziel der Zusammenarbeit im Kleintier-Europaverband (EE - Entente Europeenne dÂŽAviculture et de Cuniculture) ist die lĂ€nderĂŒbergreifende Vereinheitlichung der Bewertungskriterien. Der deutsche RassegeflĂŒgelstandard „Standard fĂŒr Europa“ gilt aktuell als Leitstandard in der EE, ist aber noch kein verbindlicher Standard fĂŒr alle MitgliedslĂ€nder.

Seit dem Jahr 2014 besteht nun seitens EE, Sparte GeflĂŒgel, ein Vorschlag zur Weiterentwicklung des Europa-Standards fĂŒr GeflĂŒgel. Dieser hat das Ziel einen gemeinsamen EE-Standard fĂŒr das GeflĂŒgel auf Grundlage des Standards fĂŒr Europa, also dem deutschen RassegeflĂŒgelstandard, zu erstellen. HierfĂŒr liegt allen EE-MitgliedslĂ€ndern ein Vertrag ĂŒber das Vorgehen bei der EinfĂŒhrung des EE-Standards zur Unterzeichnung vor. Ein nicht unerheblicher Teil der LĂ€nder hat diesen schon unterschrieben, Deutschland allerdings aus unterschiedlichen GrĂŒnden noch nicht. Die Rassen und FarbenschlĂ€ge unseres GeflĂŒgels haben im Laufe der Jahre einen enorm hohen Zuchtstand erreicht. Dies möchten wir ausdrĂŒcklich der aktiven ZĂŒchterschaft und den betreuenden Sondervereinen zuschreiben. Das seit z.T. 100 Jahre bewĂ€hrte System der Sondervereine als Wegbereiter und Wegweiser bei der Entwicklung der Rassen ist in Deutschland etwas Besonderes und in keinem anderen Land der EE derartig etabliert. Es gibt auch bis dato eine sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Sondervereinen und der Sparte GeflĂŒgel im BZA. Auch das möchten wir hier betonen. Ziel dieses Schreibens, welche an alle Sondervereine versendet wird, soll sein, dass Sie, liebe ZĂŒchterfreundinnen und -freunde, sich ein objektives Bild ĂŒber die VorschlĂ€ge der EE zur Erstellung des EE-Standards des GeflĂŒgels machen und sich ein differenzierendes Bild der Lage verschaffen können. Das grundsĂ€tzlicheVorgehen ist dabei von der EE so angedacht,dass ĂŒber die Standardforderungen / -texte fĂŒr eine Rasse das jeweilige Herkunftsland in Zusammenarbeit mit der EuropĂ€ischen Standardkommission fĂŒr GeflĂŒgel entscheidet. FĂŒr internationale Rassen liegt die Entscheidungsgewalt bei der EuropĂ€ischen Standardkommission.Dies könnte fĂŒr Deutschland bedeuten, dass bei aus dem Ausland stammenden Rassen u.U. erhebliche Anpassungen zur jetzigen Zuchtrichtung notwendig wĂŒrden. Dies ist aus Sicht des BZAÂŽs bedenklich. Deshalb ist ein Alternativvorschlagdes deutschen BZA, Sparte GeflĂŒgel entworfen worden, welcher an alle Sondervereine versandt wird. Die schriftlichen Stellungnahmen und Meinungen der Sondervereine zum Sachverhalt möchte der BZA, Sparte GeflĂŒgel, als Grundlage weiterer GesprĂ€che und Diskussionen mit der EE nutzen, um ein zukunftsfĂ€higes, tragfĂ€higes und gerechtes Konzept zu erstellen.Zudem werden wir, auf den Jahrestagungen des VHGW und VZV ĂŒber das Thema mit Ihnen allen ins GesprĂ€ch zu kommen.Bedanken möchte ich mich bei den Kollegen des BZA und den Spartenvorsitzenden Uli Freiberger (GeflĂŒgel) und Reiner Wolf (Tauben), welche mir bei meinen Aufgaben die notwendige UnterstĂŒtzung entgegengebracht haben, damit alle Anfragen aus der ZĂŒchterwelt zeitnah beschieden werden konnten.

Die Fachpresse ist dankenswerterweise auf alle TerminwĂŒnsche eingegangen, und hat alle Bekanntmachungen des BZA termingerecht veröffentlicht. Viele Informationen finden sich auch auf den Webseiten des BDRG und der EE.

Diskussionen mit dem PrĂ€sidium wurden in reger und sachlicher Weise gefĂŒhrt, wobei ich diesem Gremium, an ihrer Spitze PrĂ€sident Christoph GĂŒnzel fĂŒr die gute und verstĂ€ndnisvolle Zusammenarbeit danken möchte.

 

Heinrich Wenzel
Vorsitzender des BZA