WGH

Der Wissenschaftliche Geflügelhof des BDRG (WGH) mit seinem Bruno-Dürigen-Institut wurde 2004 im rheinländischen Rommerskirchen-Sinsteden eröffnet. Die drei Hauptaufgabenfelder der Einrichtung liegen in der wissenschaftlichen Forschung, der Öffentlichkeitsarbeit und dem Erhalt der genetischen Vielfalt rund um das Rassegeflügel.

Das Institut wurde nach dem ersten deutschen Professor und Ehrendoktor für Geflügelzucht Prof. Dr. Dr. h.c. Bruno Dürigen (1853-1930) benannt, dessen maßgebliche Werke nicht nur in Deutschland veröffentlicht wurden.

Für die finanzielle Umsetzung dieser in Europa einmaligen Anlage engagierten sich federführend der BDRG e.V. als Betreiber der Anlage, der Rhein-Kreis Neuss und das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Verbraucherschutz und Landwirtschaft NRW. Den überwiegenden Anteil des laufenden Unterhalts der Anlage trägt der BDRG selbst.

Der WGH als außeruniversitäre Forschungseinrichtung ist an dem Ziel orientiert, die Biologie des Rassegeflügels zu erforschen, hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Verhaltensforschung. Die wissenschaftliche Forschung dient vor allem dazu, mehr über diejenigen Rassen zu erfahren, die in die Kritik des Tierschutzes geraten sind. Aufgrund dessen wird auf eine ergebnisoffene Forschung als Qualitätsmerkmal großen Wert gelegt. Seitdem ist der Weg von Wissenschaft und Tierschutz konsequent beschritten worden und das wissenschaftliche Team des WGH füllt mit den Ergebnissen der verschiedenen Forschungsprojekte Wissenslücken rund um das Rassegeflügel. Neben der tierschutzrelevanten Forschung spielen auch die angewandte Grundlagen- und die Domestikationsforschung eine wichtige Rolle. Oft werden Forschungsprojekte in Form von studentischen Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierwissenschaften, insbesondere der Abteilung Tierernährung der Landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn betreut. Zwischen dem WGH und der Universität Bonn sowie dem BDRG, dem Rhein-Kreis Neuss und der Stiftung für Geflügelwissenschaft besteht seit 2013 ein offizieller Kooperationsvertrag.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden u.a. Führungen und Fachvorträge nicht nur für Züchter, sondern für alle interessierten Besuchergruppen aus dem In- und Ausland, Schulen, Kindergärten und Fachpublikum durchgeführt. Der WGH versteht sich als Ansprechpartner für die Züchterschaft und die Medien.

Der aktive Erhalt der genetischen Vielfalt wird nicht nur über die Ausstellung seltener Rassen auf dem Gelände des WGHs, sondern auch über die Abgabe entsprechender Nachzuchten und Bruteier in großer Anzahl geleistet.

Die Auszeichnungen „Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2008“ und „UN-Dekade Projekt Biologische Vielfalt 2016“ unterstreichen einmal mehr die Bedeutung dieser Einrichtung.

Anschrift des WGH:

Wissenschaftlicher Geflügelhof des BDRG
Bruno-Dürigen-Institut
Am Landwirtschaftsmuseum 10
41569 Rommerskirchen-Sinsteden

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