Neue Standardtexte Rassetauben (MĂ€rz 2011)

Der BZA gibt bekannt

Nachstehend veröffentlichen wir Standard-Änderungen und -ErgĂ€nzungen von folgenden Rassen:
Römer, MĂ€hrische Strasser, Deutsche Modeneser Gazzi, Canariokröpfer, Gimpeltauben, Bucharische Trommeltauben, Arabische Trommeltauben, Italienische Mövchen, Figurita-Mövchen, LĂŒtticher Barbet, Polnische Kalotte.

Falls 3 Wochen nach Veröffentlichung in den Fachorganen gegen die Textfassungen kein begrĂŒndeter Einspruch erfolgt, gelten diese als verbindlich fĂŒr den BDRG.

Schriftlich EinsprĂŒche sind zu richten an:

Dr. Werner LĂŒthgen

Wilhelm-Leuschner-Str. 40

63110 Rodgau.

Offenbach, im MĂ€rz 2011


Wilhelm Riebniger, PrÀsident
Dr. Werner LĂŒthgen, Vorsitzender des BZA
Reiner Wolf, Obmann Sparte Tauben

 

Neu anerkannte Rassen im BDRG

Canarioköpfer
 
Herkunft:
Spanien,  Kanarische Inseln
 
Rassemerkmale
Gesamteindruck:
VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kleiner, kompakter und temperamentvoller HĂ€ngekröpfer mit mittelhohem Stand und leicht aufgerichteter Haltung. In Standardpose von der Seite gesehen ein flaches Dreieck bildend.
 Kopf: 
Oberlinie gerundet; Schnabel und Stirn folgen dieser Bogenlinie ohne Stirnansatz; leichte, aus Federn bestehende Augenbrauenbildung angestrebt; Glatt.
Augen:
Orangefarbig bis rot, bei Weißen dunkel. Rand zart und der Gefiederfarbe angepasst.
Schnabel: 
Knapp mittellang; Warzen klein und von feiner Struktur; bei Ă€lteren TĂ€ubern sind  bis zu drei Unterschnabelwarzen zulĂ€ssig.
Hals:
Mittellang mit kleiner Kehlwamme und breitem, mittellangem, birnenförmigen HÀngekropf. Kropfspalte angestrebt.
Brust: Relativ breit.
RĂŒcken:Zwischen den Schultern breit, nach hinten sich verjĂŒngend, abfallend.
FlĂŒgel: Breit, fest am Körper anliegend, auf dem Schwanz getragen, das Schwanzende fast erreichend
Schwanz: 
Kurz, mit dem RĂŒcken eine Linie bildend.
LĂ€ufe:
Knapp mittellang, unbefiedert, relativ breiter Stand.
Gefieder:
Weich, relativ locker, aber trotzdem noch relativ glatt anliegend.
 
 FarbenschlĂ€ge:
Weiß, Blau mit schwarzen Binden
 Farbe und Zeichnung:
Weiße mit reinem Weiß und Blaue mehr oder weniger gleichmĂ€ĂŸig mit FlĂŒgel- und Schwanzbinde.
Grobe Fehler:
Zu groß, zu klein, zu lang oder zu schmal im Körper, fehlendes Temperament; zu schwach ausgebildeter oder Boden berĂŒhrender HĂ€ngekropf; grober oder roter Augenrand; zu langer oder zu kurzer Schnabel; deutlicher Schnabel-Stirnwinkel; grobe oder zu große Nasenwarzen; zu kurze oder hĂ€ngende FlĂŒgel.
Bewertung:
Gesamteindruck – Haltung – HĂ€ngekropf – Kopf – Temperament – Farbe und Zeichnung
RinggrĂ¶ĂŸe:
8
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
LĂŒtticher Barbet
 
Herkunft:
Belgien, vornehmlich im Umfeld der Stadt LĂŒttich
Gesamteindruck:
 Mittelgroße Mövchentaube, etwas aufgerichtete Haltung mit breiter und vorgewölbter Brust. RĂŒcken kurz, sich zum Schwanzende hin  keilförmig verjĂŒngend.
 
Rassemerkmale
Kopf:
Breit und gut gerundet, ohne Unterbrechung von der Schnabelspitze ĂŒber den Scheitel in den Nacken ĂŒbergehend,  Stirn seitlich gut gefĂŒllt. Der höchste Punkt liegt ĂŒber dem Auge.
Augen: 
Orangerot, bei Weißen dunkel. Augenrand schmal, der Gefiederfarbe Angepasst, relativ unauffĂ€llig.
Schnabel:  
Knapp mittellang, krÀftig und der Stirnwölbung folgend. Schnabelfarbe der Gefiederfarbe angepasst. Warzen glatt und wenig entwickelt.
Hals:
Kurz, krĂ€ftig, voll aus der Schulter kommend und sich nach oben wenig verjĂŒngend. Kehle ohne Wamme. Gut entwickeltes Jabot.
Brust:
Sehr breit, gut gerundet und vorgewölbt.
RĂŒcken:  
Kurz und sich nach hinten verjĂŒngend, leicht abfallend; gut abgedeckt.
Schwanz:
Schmal und gut geschlossen, der RĂŒckenlinie folgend.
LĂ€ufe:
Mittellang, unbefiedert und muskulös, Krallenfarbe der Schnabelfarbe entsprechend.
Gefieder: 
Gut entwickelt, straff anliegend.
 
FarbenschlÀge:
Einfarbig: Weiß, Schwarz, Blau ohne Binden, Blau mit schwarzen Binden, BlaugehĂ€mmert, Blau- DunkelgehĂ€mmert, Blaufahl ohne Binden, Blaufahl mit dunklen Binden, BlaufahlgehĂ€mmert, Blaufahl- DunkelgehĂ€mmert, Dominant Rot, Rotfahl mit und ohne Binden,  Rotfahl- GehĂ€mmert, Rotfahl- DunkelgehĂ€mmert, Dominant Gelb, Gelbfahl mit und ohne Binden, Gelbfahl- GehĂ€mmert, Gelbfahl- DunkelgehĂ€mmert.
Schimmel: Blau mit schwarzen Binden, Blaufahl mit dunklen Binden, Rotfahl mit Binden, Gelbfahl mit Binden.
Getigert: Schwarz, Blau mit schwarzen Binden.
Farbe und Zeichnung:
Alle Farben rein und gleichmĂ€ĂŸig mit möglichst reinem FlĂŒgelschild. DurchgefĂ€rbter RĂŒcken ist erwĂŒnscht. Bindige mit nicht zu breiten, durchgehenden Binden, GehĂ€mmerte mit möglichst gleichmĂ€ĂŸiger Zeichnung des FlĂŒgelschildes. DunkelgehĂ€mmerte mit gleichmĂ€ĂŸigem dunkelgehĂ€mmertem FlĂŒgelschild, Dominant Rote und dominant Gelbe haben Kopf, Hals und Brust sowie FlĂŒgeldecken rot beziehungsweise gelb, Bauchfarbe mehr oder weniger aufgehellt, Schwingen und Schwanz hell, mit oder ohne Grundfarbenpigmente. Rotfahle, bzw. Gelbfahle mit farbigem Kopf, Hals und Brust. Auch die Binden sind gut gefĂ€rbt. Bauchfarbe mehr oder weniger aufgehellt, Schwingen und Schwanz hell.
Schimmel haben mehr oder weniger weiße Einlagerungen in den Federn ( Grizzlefaktor ), sie mĂŒssen Binden in der Grundfarbe zeigen.
Getigerte sind auf farbigem Grund regelmĂ€ĂŸig weiß gezeichnet und sollen eine möglichst gleichmĂ€ĂŸige Farbverteilung aufweisen. Schwanz und die Ă€ußeren 7 Handschwingen werden farbig verlangt.
Grobe Fehler:
Schmaler oder zu langer Körper; flache Haltung; fehlende BrustfĂŒlle; zu breit oder offen getragener Schwanz; flacher Scheitel; schmaler Kopf oder spitze Stirn; dĂŒnner oder zu langer Schnabel;  fehlendes Jabot; roter Augenrand; loses Gefieder, weiße Krallenfarbe außer bei Weißen; mangelhafte Farbe und Zeichnung.
Bewertung:Gesamteindruck – Stand und Haltung – Kopf – Schnabel – Jabot – Auge und Rand – Gefieder – Farbe und Zeichnung
RinggrĂ¶ĂŸe:
8
 
 
Polnische Kalotte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Herkunft: 
Polen
Gesamteindruck: 
Mittelgroß, schlank, hoch gestellt, aufgerichtete Figur, temperamentvoll, jedoch nicht scheu, elegante Erscheinung mit dicht anliegendem Gefieder und Perlmuttglanz, leicht gebogener Scheitel mit Rundhaube. Belatscht.
 Rassemerkmale
Kopf:
Schmal, langgezogen mit einer abgeflachten, leicht gebogenen Stirn. Hoch angesetzte, nicht anliegende Rundhaube mit beidseitig gut ausgebildeten Rosetten.
Augen:
Perlfarbig mit kleine Pupillen, Rand mĂ€ĂŸig breit, glatt, hell.
Schnabel:
Substanzvoll, lang, hellhornfarbig; Warzen glatt, wenig entwickelt. Schnabelschnitt unter dem Augenrand verlaufend.
Hals: 
Mittellang, schlank, zu den Schultern hin breiter werdend, Kehle gut ausgerundet.
Brust:
MĂ€ĂŸig breit, gerundet.
RĂŒcken:
Lang, nicht zu breit, leicht abfallend.
FlĂŒgel:
Lang, gut anliegend, den RĂŒcken gut deckend ohne sich zu kreuzen, das Schwanzende nicht ganz erreichend.
Schwanz: 
Gut geschlossen, der RĂŒckenlinie folgend.   
LĂ€ufe:
Mittellang, dicht befiedert, mit großen runden Latschen, volle Geierfersen.
Gefieder:
Federreich, gut anliegend.
FarbenschlÀge:
Schwarz, rot, gelb.
Farbe und Zeichnung:
Weiß mit farbiger Kopfplatte und farbigem Schwanz. Die Kopfzeichnung verlĂ€uft vom Schnabelwinkel zum unteren Augenrand in einer Linie und soll bis an die weiße Rundhaube reichen. Der farbige Schwanz mit Decke und Keil soll glatten Schnitt zeigen. Alle Farben sind rein und glanzreich.
Grobe Fehler:
Kopf mit gedrungenem, ovalen Profil; zu hohe Stirn; nur mittellanger Schnabel, unreine Schnabelfarbe oder Stipp; rote oder gelbe Iris; Kleine, tief angesetzte oder schiefe Rundhaube; kleine oder tief angesetzte Rosetten; kurzer oder dicker Hals; lose FlĂŒgellage; HĂ€ngeflĂŒgel; loses, mattes Gefieder; kurze, kompakte Figur; kurze LĂ€ufe; grobe Farb- und Zeichnungsfehler.
Bewertung:
Gesamteindruck – Kopf – Schnabel – Auge – Figur – Fußbefiederung  - Zeichnung – Farbe
RinggrĂ¶ĂŸe:
10

Neu anerkannte FarbenschlÀge


Römer

In der Position „Rassemerkmale“ wird der Begriff „Beine“ in „LĂ€ufe“ geĂ€ndert.


Die Position „FarbenschlĂ€ge“ erhĂ€lt folgende Fassung:

Blau mit schwarzen Binden, Schwarz, Weiß, Rot, Gelb, Braunfahl mit Binden, Braunfahl- GehĂ€mmert, Braunfahl- Schimmel, Gescheckt in Schwarz, Blau mit schwarzen Binden, Rot und Gelb


In der Position „Farbe und Zeichnung“  wird folgender Text angefĂŒgt:

„Braunfahl- GehĂ€mmerte mit deutlich erkennbarer HĂ€mmerung, Braunfahl-Schimmel am ganzen Körper eine zarte, wie mit lichtem Schimmel ĂŒberzogene braunfahle GrundfĂ€rbung, Schwingen so dunkel wie möglich."


MĂ€hrische Strasser

In der Position „ FarbenschlĂ€ge“ wird hinter „stahlblau ohne Binden“ eingefĂŒgt:
"Blau mit schwarzen Binden, Blau ohne Binden“


In der Position „Farbe und Zeichnung“  erhĂ€lt der dritte Satz folgende Fassung:
„Blaue im ĂŒblichen Farbton; Stahlblaue sind deutlich dunkler.  Auf  entsprechende Farbunterschiede ist zu achten."


Deutsche Modeneser Gazzi
 

In der Position „FarbenschlĂ€ge“ wird im Abschnitt „Nur bei Schietti“ die Farbbezeichnung
„Blau-Hellschildig GesĂ€umt“ gestrichen und in dem Abschnitt „Bei Gazzi und Schietti“ hinter „Andalusierfarbig“ eingefĂŒgt.



Gimpeltauben

In der Position „Farbe und Zeichnung A) Kupfergimpel“ wird unter c) nach 
 Ohne oder mit schwarzen Binden „oder weißen Binden oder“ gehĂ€mmert, die 
.. eingefĂŒgt. Am Schluss ist „ Weißbindige mit schmalem, schwarzen Bindensaum, Schwung und Schwanzbinde.“ anzufĂŒgen.


In der Position Grobe Fehler ist am Schluss einzufĂŒgen „Bei Weißbindigen unreine oder stark rostige Binden, helle Schwanzbinde, hell auslaufende Schwingen, weiße Spiegel. An das Keilkupfer sind zu Gunsten rein weißer Binden vorlĂ€ufig noch nicht die höchsten AnsprĂŒche zustellen.“


Bucharische Trommeltauben


In der Position „Rassemerkmale“ wird der Begriff „Beine“ durch „LĂ€ufe“ ersetzt.
In der Position „FarbenschlĂ€ge“ wird hinter „Schwarz“ der Begriff „Andalusierfarbig“ eingefĂŒgt.

Arabische Trommeltauben

In der Position „FarbenschlĂ€ge“  wird hinter „Schwarz“ eingefĂŒgt „Dun“.


Italienische Mövchen


In der Position Rassemerkmale wird im Begriff „Augen“  hinter 
.orangefarbig, „bei Braunfarbigen heller gestattet,“  bei Weißen 

..eingefĂŒgt.


In der Position „FarbenschlĂ€ge“ wird im Abschnitt „Einfarbig“ hinter „Blaufahl-GehĂ€mmert“ eingefĂŒgt „Braunfahl mit braunen Binden, Braunfahl-GehĂ€mmert“.


In der Position „ Farbe und Zeichnung“ wird im dritten Satz hinter “
allmĂ€hlich verlaufen.“  eingefĂŒgt:“ GehĂ€mmerte mit möglichst gleichmĂ€ĂŸiger FlĂŒgelzeichnung.“


Figurita-Mövchen


In der Position „Rassemerkmale“ wird der Begriff „Beine“ durch „LĂ€ufe“ ersetzt.


In der Position „FarbenschlĂ€ge“ wird hinter Blau mit schwarzen Binden eingefĂŒgt. „Gelb“.