Stellungnahme zur Änderung der Geflügelpestverordnung

Im Zuge der Novellierung der Gefl├╝gelpestverordnung, die noch in diesem Jahr stattfinden soll, konnte der BDRG wie einige andere auch eine Stellungnahme abgegeben, deren grobe Kernpunkte zu den einzelnen Passagen der Verordnung zuzuordnen sind:

1. Definitionen:
Trennung des Begriffes Gefl├╝gel in Gefl├╝gel, das zum Zweck der Erzeugung von Konsumeiern und Fleisch wird und Tieren die zu anderen Zwecken (z.B. f├╝r Ausstellungen) gehalten werden.

2. Herausnahme der Tauben aus der Verordnung

3. Aufstallung/ Restriktionszonen:
Aufstallung ausschlie├člich in absoluten Risikogebieten f├╝r 21 Tage, Restriktionszonen sollen bei Wildvogelfunden nur verh├Ąngt werden, wenn in der N├Ąhe des positiven Wildvogels Ausbr├╝che von HPAI bei einem Hausgefl├╝gelbestand festgestellt wird. Gleichwertig mit einer Aufstallung sollen andere geeignete Mittel sein, die sicherstellen, dass der Kontakt zu Wildv├Âgeln, die bei der Verbreitung eine Rolle spielen k├Ânnten, durch andere geeignete Mittel wirksam unterbunden wird. Dies k├Ânnen z.B. Netze mit einer Maschenweite (6 cm) auf denen der Schnee nicht liegen bleiben kann sein (Kleinv├Âgel spielen bei der Verbreitung der Krankheit keine Rolle). Ausnahmen f├╝r Zier-, Gro├č- und Wassergefl├╝gel sollen aus Tierschutzgr├╝nden erteilt werden. Die Sentinelhaltung muss gleichwertig zur virologischen Beprobung sein.

 4. Keulung:
Eine Keulung auf Verdacht widerspricht dem Tierschutz. Es muss auf den Befund gewartet werden. In besonderen Einrichtungen wie den Zier- und Rassegefl├╝gelzuchten soll, wenn es m├Âglich ist, von der Keulung abgesehen werden.

Die Stellungnahme wurde mit einer entsprechenden fachlichen Begr├╝ndung und auf j├╝ngst stattgefundenen Gespr├Ąche beruhend durch den BDRG fristgem├Ą├č eingereicht.

Wir werden Sie hierzu informieren, sollten wir weitere Neuigkeiten erfahren.

 

Steffen Kraus
Beisitzer im Pr├Ąsidium

Beauftragter f├╝r ├ľffentlichkeitsarbeit