Zwerg Hamburger: Rasse des Jahres 2019

Die Zwerg Hamburger sind, wie fast alle verzwergten Rassen, aus der Gro├črasse hervorgegangen. Aus diesem Grund m├Âchte ich einige Anmerkungen zur Entstehung der Gro├črasse der ÔÇ×HamburgerÔÇť vorweg schicken. Zur Entstehung der Hamburger schreibt A. H. K├Âhn: Die einzelnen Farbenschl├Ąge des Hamburger Huhnes enthalten mannigfache Blutstr├Âmungen. Bei der Entstehung der Rasse und der Farbenschl├Ąge waren verschiedene Rassen beteiligt. Nicht anders ist dies ja auch bei fast allen in Deutschland anerkannten Rassen, die heute bis ins Kleinste gehende Musterbeschreibungen aufweisen. Dasselbe ist in den anderen rassez├╝chterisch bedeutenden Nationen vor allem England und Holland zu beobachten.

Vielfach wurde angenommen, dass das Hamburger Huhn seines deutschen Namens wegen auch hier seinen Anfang haben m├╝sste. Diese Theorie ist jedoch sehr zweifelhaft, wenn auch nicht ganz von der Hand zu weisen, da auch deutsche Landhuhnschl├Ąge bei den gesprenkelten z. B. die M├Âwenh├╝hner, die osfriesischen Moorh├╝hner und die Totleger aufgrund ihrer leichten, schnittigen Form mit ├Ąhnlichen Zeichnungsanlagen mit herangezogen wurden.

Das gleiche gilt bei den einfarbigen Farbenschl├Ągen. Besonders jedoch d├╝rften die Lackh├╝hner ihren Ursprung in England haben und von den MooneysÔÇś, den Mondh├╝hnern abstammen, worauf die Tupfung zur├╝ck zu f├╝hren ist. Das die Hamburger schon eine sehr alte Rasse sein m├╝ssen, geht aus einer Abhandlung mit Bildern und genauen Beschreibungen des Italieners Aldrovandi aus dem 16. Jahrhundert hervor. In dieser Abhandlung soll eine H├╝hnerrasse aufgef├╝hrt worden sein, welche gro├če ├ähnlichkeit mit den Hamburgern aufwies.

Diese Rasse wurde als ÔÇ×TurkeysÔÇś ÔÇô T├╝rkische H├╝hner bezeichnet. Dieses l├Ąsst den Schluss zu, dass die Urahnen der Hamburger aus dem Vorderen Orient stammen und sp├Ąter ├╝ber Deutschland nach England eingef├╝hrt worden sind. Dort erhielten sie den Sammelnamen ÔÇ×Hamburgh poultryÔÇť, weil sie aus der Gegend von Hamburg kamen und durch Vermittlung von Hamburger Kaufleuten nach England gebracht  wurden. Weitergehend soll die Rasse ihren Sammelnahmen ÔÇ×Hamburgh poultryÔÇť um 1850 durch den englischen Preisrichter Dixon erhalten haben, welcher auf der ersten Gefl├╝gelschau in Birmingham alle artverwandten Variet├Ąten wie Gold spangled, Silver spangled (Sprenkel) Silver Mooneys, Golden Hamburghs einordnete. Geht man diesen einzelnen Variet├Ąten weiter auf den Grund, so muss man die Sprenkelh├╝hner von den Lackh├╝hnern scharf auseinanderhalten. Die Sprenkelh├╝hner sind unverkennbar n├Ąchste Anverwandte der Ostfriesischen Rassen.

Dagegen gehen die Lackh├╝hner aus den Schl├Ągen der ÔÇ×MooneysÔÇśÔÇť hervor und traten in Silber und Braun auf.

Aus weiteren alten Berichten ist zu entnehmen, dass sich schon Ende des vorletzten Jahrhunderts Zuchtfreunde Gedanken machten, die feinen Formen der damals stark verbreiteten Hamburger und ihre sch├Ânen Zeichnungen in der Gr├Â├če eines Zwerghuhnes zu vereinen. 

Im Jahr 1893 berichtete ÔÇ×D├╝rigenÔÇť in seinen ÔÇ× Kennzeichen ...ÔÇť, dass die Zwerg-Hamburger im Werden begriffen seien. Bei Ausstellungen wurden diese aber kaum gesehen. Von englischen Schauberichten aus dieser Zeit und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die Zwerg-Hamburger h├Ąufiger erw├Ąhnt und in einer Schrift aus dem Jahr 1908 finden wir eine W├╝rdigung der Zwerge, wobei der Verfasser berichtete, dass schon wirklich gute Zwerg-Hamburger gezeigt wurden.

Aus England kamen dann die Zwerg-Hamburger nach Deutschland und in die Niederlande. Die Holl├Ąnder betrachteten die Zwerg-Hamburger als ihre Nationalrasse und brachten ihnen damit auch gro├če Aufmerksamkeit entgegen. Sie wurden schon um 1900 in vielen Farbenschl├Ągen gez├╝chtet. Aus dem Jahr 1947 wird in Holland von einer Ausstellung in Enschede berichtet, dass dort Zwerg-Hamburger in sieben Farbenschl├Ągen zu sehen waren, und zwar die Farbenschl├Ąge silberlack, goldsprenkel, silbersprenkel, gelbweiss-gesprenkelt, goldweiss-gesprenkelt und hennenfiedrig.

In dieser Zeit begann ein reger Austausch von Tieren und Bruteiern mit England und  mit den Niederlanden und so kamen auch die Zwerg-Hamburger-Silberlack verst├Ąrkt zu uns.

Der erste Weltkrieg vereitelte eine weitere Ausbreitung der Zwerge in Deutschland. Aber schon zu Beginn der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren besonders die Silberlack h├Ąufiger bei den Ausstellungen zu sehen. Bei Ausstellungen in Hannover der Jahre 1920 und 1921 wird von aus Holland eingef├╝hrten Zwerg-Hamburgern-Silberlack berichtet. Sie zeigten aber noch nicht den Hamburger Typ. Es waren rosenk├Ąmmige Zwergh├╝hner mit schwarz-wei├čem Gefieder. In einem Brief des sp├Ąteren Mitgr├╝nders des Sondervereins, Emil Uhlmann, berichtet dieser, dass er 1922 aus Kreuzungen von gro├čen Silberlack mit schwarzen Bantam und einem von B├╝ttner gekauften Zwerg-Hamburger-Silberlack aus Holl├Ąndischer Zucht gute Erfolge erzielte und bei den Ausstellung seine Tiere gezeigt hat. Anfang der drei├čiger Jahre standen dann schon 20 bis 30 stark verbesserte Zwerg-Hamburger-Silberlack bei den Gro├čschauen.   Auch mit der Erz├╝chtung der Zwerg-Hamburger, goldlack, besch├Ąftigten sich mehrere Z├╝chter. In einem Bericht einer englischen Schau im Jahr 1925 schildert der Schreiber mit begeisterten Worten die Sch├Ânheit einiger Goldlackzwerge. Aus Holland h├Ârt man ebenfalls aus dieser Zeit von erfolgreichen Zuchtergebnissen. Auch in diesen Jahren hat sich unter anderem der Emdener Z├╝chter H. Dirks mit der Herausz├╝chtung durch Kreuzung von Goldlack x schwarze Bantam x Zwerg-Silberlack besch├Ąftigt. Leider konnte er aus Kostengr├╝nden keine Tiere aus dem Ausland importieren. Erstmals bei einer Gro├čschau standen 1929 auf der Nationalen in Leipzig eine gr├Â├čere Anzahl von Goldlackzwergen des Z├╝chters Albert Kraus. Der Autor schreibt: ÔÇ×Es waren der Farbe und Form nach schon recht ansprechende Tiere, die ihrem Z├╝chter alle Ehre machten. Feine Qualit├Ąten zeigte besonders der Spitzenhahn, der einer sch├Ąrferen Kritik standhalten konnte.ÔÇť

Bild von 1932 Im Jahr 1933 erfolgte dann die Gr├╝ndung des Sondervereins der Z├╝chter aller Hamburger Zwerge. Leider liegen keinerlei Gr├╝ndungsunterlagen aus dieser Zeit vor. Erstmals ist in einem Bericht des Sondervereins in der Gefl├╝gel-B├Ârse vom 13. April 1934 von der Gr├╝ndung des Sondervereins zu lesen. Aus diesem Bericht geht hervor, dass die Gr├╝ndung des Sondervereins der Z├╝chter aller ÔÇ×Hamburger ZwergeÔÇť endlich zustande gekommen ist und dieses die Z├╝chter unserer sch├Ânen und n├╝tzlichen Zwergh├╝hner mit Freuden zur Kenntnis genommen haben. Weiter wird berichtet: ÔÇ×Erfreulicherweise waren eine gr├Â├čere Anzahl Z├╝chter sofort beigetreten und weitere neue Mitglieder sind dem Sonderverein inzwischen beigetreten, wenn auch noch etliche Z├╝chter dem Sonderverein noch abseits stehen.ÔÇť Zum 1. Vorsitzenden wurde der damals bekannte Z├╝chter Richard Herzog gew├Ąhlt und der sp├Ątere langj├Ąhrige Vorsitzende, Emil M├╝ller II, Albig, ├╝bernahm das Amt des Kassierers. Der Beitrag betrug damals 3 Mark.

Die Zwerg-Hamburger nahmen in den folgenden Jahren einen beachtlichen Aufschwung und waren bei allen Ausstellungen in gr├Â├čeren Tierzahlen zu sehen. Diese positive Entwicklung nahm aber ein j├Ąhes Ende mit den schweren Tagen des letzten Weltkrieges. All die viele Z├╝chterarbeit war zerst├Ârt und viele Zuchtfreunde konnten ihrem sch├Ânen Hobby nicht mehr nachgehen. 1947 nahm dann der bekannte und langj├Ąhrige Vorsitzende Paul Weber, M├Âlkau bei Leipzig, die Arbeit des Sondervereins wieder in die H├Ąnde und erwarb sich gro├če Verdienste im Wiederaufbau der Zuchten der Zwerg-Hamburger. Gro├če Unterst├╝tzung erhielt er weiter von unserem ehemaligen Ehrenvorsitzenden, Gerhard Bornemann, Taucha. Die Trennung unseres Vaterlandes bereitete den Zuchtfreunden, die gemeinsam die Zucht voranzutreiben wollten, ein schnelles Ende. Der Austausch von Tieren sowie gemeinsame Ausstellungen waren kaum m├Âglich. Unter gro├čen Schwierigkeiten wurde unserem Zuchtfreund Fritz K├╝hne, Kassel, 1956 letztmalig die M├Âglichkeit gegeben in Leipzig auszustellen. Gemeinsam wurde in Leipzig 1957 entschieden, in Westdeutschland einen 2. Sonderverein zu gr├╝nden, was dann auch schon bei der Nationalen in K├Âln 1958 gelang. Eine Zusammenarbeit mit den ostdeutschen Zuchtfreunden war aufgrund der politischen Situation nicht mehr m├Âglich. Im gleichen Jahr schlossen sich weitere Mitglieder dem Sonderverein an, so dass Ende 1958 schon ├╝ber 20 Mitglieder dem Sonderverein angeh├Ârten. Zuchtfreund Anton Schumann ist der einzige, der seit der Gr├╝ndung im Jahr 1958 dem Sonderverein angeh├Ârt. Besonders wertvoll war es, dass gleich nach Gr├╝ndung unseres Sondervereins unsere verstorbenen Preisrichter Willy Bock und Richard Hellmann die wichtigste Arbeit ├╝bernehmen konnten, um eine gleichm├Ą├čige Bewertung sicherzustellen und den Mitgliedern in der Zucht entscheidende Hinweise zu geben. Diesem 1958 gegr├╝ndeten Sonderverein stand in seiner erfolgreichen Aufw├Ąrtsentwicklung Fritz K├╝hne, Kassel, als Vorsitzender vor. Die Silberlack entwickelten sich zu einer sehr beliebten Rasse mit stark steigenden Ausstellungszahlen. In den sechziger Jahren haben sich dann auch mehrere Z├╝chter mit den Zwerg-Goldlack besch├Ąftigt und recht brauchbare Tiere herausgez├╝chtet.

Den wohl gr├Â├čten Erfolg konnten wir 1976 verzeichnen. Schon Anfang der drei├čiger Jahre trug man sich mit dem Gedanken der Erz├╝chtung der schwarzen Zwerg-Hamburger. Zun├Ąchst sah man aber wieder davon ab, da es zu Vermischungen von schwarzen Zwerg-Hamburgern und schwarzen Bantam kommen k├Ânnte. Unserer sicher unvergessener Zuchtfreund und Bantam-Spezialist, Georg Beck, war zun├Ąchst auch dieser Meinung und gab seine Bedenken zu dem Anerkennungsantrag. Zuchtfreund Josef Tapken hat mit seiner Frau unerm├╝dlich, mit vielen Zuchtlinien, wesentliche Voraussetzungen bei der Herausz├╝chtung der Schwarzen geschaffen. Bei der Vorstellung 1976 legten wir gr├Â├čten Wert auf die typische Hamburger-Form und so ├╝berzeugten  14 Schwarze  der  Zuchtfreunde Tapken, K├╝hne, Fritsch, Caspers, Eimertenbrink und Schumann in Hannover und der Anerkennung stand nun nichts mehr im Wege. Auch im Osten Deutschlands gab es Bem├╝hungen um die Herausz├╝chtung der schwarzen Zwerg-Hamburger. Hier machte sich der Zuchtfreund Horst Rommel verdient und brachte sie 1972 in Leipzig zur Anerkennung. In den alten und neuen Bundesl├Ąndern hatten sich zu dieser Zeit mehrere Zuchtfreunde mit der Anerkennung neuer Farbenschl├Ąge besch├Ąftigt. In den Jahren 1989 bis zur Anerkennung 1991 zeigten die Zuchtfreunde Friedrichs, Haubrich,  Riedel und Schnelle ihr z├╝chterisches K├Ânnen mit der Vorstellung der Goldsprenkel. Schon Ende der achtziger Jahre bem├╝hte sich unser Altmeister, Karl Fischer, mit der Anerkennung der Zwerg-Silbersprenkel. Auch hier erfolgte nach dreij├Ąhriger Vorstellung der Tiere unserer Zuchtfreunde Karl Fischer, Josef Langfermann und Uwe Seidemann die Anerkennung der Zwerg-Silbersprenkel, mit gr├Â├čtem Lob f├╝r die 3 Aussteller. Auch das Bem├╝hen, die weiteren beiden einfarbigen Farbenschl├Ąge, der wei├čen und der blauen Hamburger zu verzwergen, lie├č nicht auf sich warten. So waren es die Zuchtfreunde Hermann Bach, Reinhold F├╝hrer und Albert Wetzel, denen 1993 als Lohn ihrer z├╝chterischen Arbeit die Anerkennung des wei├čen Farbenschlages zugesprochen wurde. Im folgenden Jahr 1994 konnte auch Zuchtfreund Friedbert Peter nach langer m├╝hevoller Zuchtarbeit mit Stolz die Anerkennung des blauen Farbenschlages erreichen. Somit sind alle Farbenschl├Ąge der gro├čen Hamburger auch als Zwergh├╝hner anerkannt. Es ist schon eine gro├če Freude, all diese Farbenschl├Ąge in der ├╝beraus bemerkenswerten Qualit├Ąt bei den Ausstellungen zu sehen. All diesen Zuchtfreunden geb├╝hrt h├Âchste Anerkennung und Dank f├╝r ihre m├╝hevolle z├╝chterische Arbeit. Gro├če Unterst├╝tzung erhielten die Z├╝chter von ihrem Sonderverein, der nun schon 85 Jahre den Z├╝chtern mit Informationen zur Seite steht. An dieser Stelle sei den Gr├╝ndern und Pionieren der Zwerg-Hamburger-Zucht besonders gedankt. Zu nennen sind insbesondere die langj├Ąhrigen Vorsitzenden Emil M├╝ller II, Albig; Paul Weber, M├Âlkau; Fritz K├╝hne, Kassel, Gerhard Bornemann, Taucha und nicht zuletzt unseren Ehrenvorsitzenden Anton Schumann. Heute wird der SV von unserem jungen dynamischen Vorsitzenden Stefan Heidrich mit gro├čem Eifer und einem r├╝hrigen Vorstand geleitet. Selbstverst├Ąndlich haben sie sich in all den Jahren uneigenn├╝tzig f├╝r die Belange und zum Wohl unseres Sondervereins eingesetzt.

Wettbewerb um den Goldenen Siegerring bei der Deutschen Junggefl├╝gel Schau in Hannover 1968  

Die damals f├╝r unm├Âglich gehaltene Anzahl von 136 Zwerg Hamburger Silberlack stellte sich dem Preisrichter. Eine Augenweide die ├╝berragende Kollektion  mit zwei wundersch├Ânen Tieren mit der  Note Vorz├╝glich bewertet. Ein Hahn mit typischer langer freistehender Form, gro├čen runden Tupfen, bester Zeichnung in Hals, Sattel und Binden sowie feinem Kopf. Die mit ÔÇ×v BBÔÇť ausgezeichnete Henne verk├Ârperte alle Vorz├╝ge eines sch├Ânen Zwerg-Hamburgers. Beste Form, gro├če runde Tupfen, trotzdem kein ├╝berzeichnetes Zeichnungsbild, klare Zeichnung der Kehle, der Binden und der Stufen. 

 

Gro├čer Preis der Zwerghuhnzucht des VZV 2008  

H├Âchste Anerkennung wurde dem Sonderverein zum 75. J├Ąhrigen Jubil├Ąum zuteil. Der Gro├če Preis der Zwerghuhnzucht vom VZV wurde erstmals auf Zwerg Hamburger in Hannover 2008 vergeben. In gro├čartiger Pr├Ąsentation zeigten sich unsere Zwerg Hamburger von ihrer besten Seite.

 

1 Bild Vol. Eingang Hannover und Ehrung: 1. Sieger Anton Schumann 3. Sieger Heinrich Friedrichs und Vors. VZV Karl Stratmann

Goldene Henne Nationale Dortmund
Im Eingangsbereich auf der Nationalen in Dortmund waren unsere Zwerge je Farbe in kleinen Gruppen aufgebaut. Sie konnten voll ├╝berzeugen und begeisterten die Besucher in optischer und qualitativer Sicht. Bild: 

Zwerg Hamburger 2019 Rasse des Jahres des BDRG

125 Jahre Zwerg HamburgerPr├Ąsentationen in Leipzig und Hannover Europaschauen der Zwerg Hamburger  

Die Zwerg-Hamburger gehen in  ihrem Ursprung auf holl├Ąndische und englische Zuchten zur├╝ck. So ist es selbstverst├Ąndlich, dass auch enge Kontakte zu Zuchtfreunden in den Nachbarl├Ąndern bestehen, insbesondere zu den beiden Sondervereinen in Holland und D├Ąnemark. Neben den sehr erfolgreichen Europaschauen in Leipzig und Herning f├╝hrten wir 4 Rasse bezogene  Europaschauen, 2008 und 2013 in Hoya, 2014 in Kolping ( D├Ąnemark ) und 2016  in Versmold, durch. Trotz der unterschiedlichen Standards waren die Schauen ein voller Erfolg und von gro├čer Harmonie gepr├Ągt. Insbesondere die Z├╝chterabende in geselliger Runde und die Besichtigungen der Teilnehmer w├Ąhrend des Richtens  haben zu einem gro├čen Miteinander beigetragen. F├╝r 2020 ist die 4. Europaschau in Hoya geplant.

Wir hoffen auch weiterhin, dass sich die Mitgliederzahl weiter erh├Âht. Durch die Vielfalt an Farbenschl├Ągen bietet sich jedem eine gro├če Auswahl an Farbenpracht und Zeichnung. Verbunden mit einer sch├Ânen eleganten Form und lebhaften Kopfpunkten vervollkommnen sie die Zwerg-Hamburger. Interessierten Z├╝chtern sind wir  beim Aufbau einer Zwerg-Hamburger-Zucht gern bereit zu helfen und w├╝rden uns freuen, wenn sie unserem Sonderverein beitreten.

Allgemeines Erscheinungsbild: Fein anmutig, mit langem Gefieder, gl├Ąnzenden Farben und edlem Kopf mit Rosenkamm.

Die Zwerg-Hamburger sind edle Formenh├╝hner mit schnittiger fasanenartiger Form. Sie wirken fein und anmutig mit langem Gefieder, gl├Ąnzenden Farben und edlem Kopf  mit Rosenkamm, der in einem waagerecht oder leicht steigenden runden Dorn endet und zu dem K├Ârper passenden gro├čen dicken wei├čen Ohrscheiben. Sie haben eine schlanke, freistehende fast waagerechte  K├Ârperhaltung mit fl├╝ssigem ├ťbergang zur leicht ansteigenden Schwanzpartie. Die H├Ąhne w├╝nschen wir uns mit voller Schwanzpartie mit breiten Sicheln und gut ausgebildeten Nebensicheln. Sie sollten m├Âglichst  abgerundet enden und nicht schleppend getragen werden. Die Hennen mit fast waagerechtem langen, walzenf├Ârmigen K├Ârper, geschlossenem Schwanz mit leicht gebogenen Deckfedern. Ihre beachtliche Legeleistung bei Eiergewichten von 35 - 40 Gramm betragen 130 bis 160 Eier  pro Jahr.

Der Zuchtstand der einzelnen Farbenschl├Ąge.

Silberlack
Die Zwerg Hamburger Silberlack sind nach 125 Jahren Geschichte immer noch das Aush├Ąngeschild und der weitaus verbreitetste Farbenschlag. Der Wettbewerb um den Siegerring 1968  brachte eine gro├če Verbesserung der Qualit├Ąt mit sich, so galt es nach diesem Gro├čereignis und den gro├čartigen Zuchterfolgen, das Erreichte zu erhalten, zu festigen sowie weitere Zuchtziele voranzutreiben. Hier waren im Wesentlichen zu nennen: Bei den H├Ąhnen die K├Ąmme, Kehllappen,  R├╝ckenlinie, Ohrscheiben, saubere Grundfarbe, Hals und Sattelzeichnung. Bei den Hennen, eine klare voll gezeichnete Kehlzeichnung, saubere Grundfarbe, Tupfengr├Â├če und eine klare nicht ├╝berladene Zeichnung. Bei den H├Ąhnen konnten die K├Ąmme und Kehllappen zwar in den folgenden Jahren deutlich verbessert werden, jedoch waren hier immer wieder R├╝ckschl├Ąge hinzunehmen. Immer wieder zu beanstandende Punkte waren die K├Ârperhaltung, R├╝ckenlinie und die Fl├╝gelhaltung. Auch hier konnten nur langsam Fortschritte erzielt werden. St├Ąrkste Beachtung widmeten wir der sauberen Grundfarbe, jedoch konnten hier schnell durch die Hinweise der Preisrichter Erfolge erzielt werden. Bei den Hennen bereiteten uns die dunklen Hinterk├Âpfe immer wieder gro├če Probleme, eine Folge der vollen Kehlzeichnung. Als zu dunkel ist zu bezeichnen, wenn die Federn im Hinterkopf kein wei├č mehr zeigen. Auch hier waren, wenn auch m├╝hsam, Erfolge zu verzeichnen. Das gleiche trifft bei der klaren nicht ├╝berladenen Zeichnung zu. Ziel ist es, eine breite Feder mit rundem Tupfen am Ende zu z├╝chten. Bei breiter Feder ist naturgem├Ą├č der Tupfen auch gr├Â├čer und das Farbbild wirkt dunkler, deshalb sind Tiere mit gro├čen Tupfen und folge dessen etwas ├╝berladener Zeichnung nicht zu strafen und f├╝r die Zucht besonders wertvoll. Hier ist ein guter Mittelweg anzustreben. Bei den Gro├čschauen und Hauptsonderschauen waren in all den Jahren recht gleichm├Ą├čige Kollektionen der Silberlack zu bewundern. 

Die Wiedervereinigung 
Einen neuen gro├čen Schub brachte die Wiedervereinigung und die Vereinigung der beiden SV mit sich. Bei den ersten Hauptsonderschauen standen mit Rekord-Meldeergebnissen von fast 400 Tieren erstmals ├╝ber 200 Silberlack. Die Zuchtst├Ąnde in beiden Teilen Deutschland waren sehr gleich, und so vollzog sich auch im gemeinsam zusammengef├╝hrten Sonderverein die Zucht und Bewertung vollkommen reibungslos. Die bisherige Zuchtarbeit setzte sich fort und so konnten weitere Fortschritte erzielt werden. Bei den H├Ąhnen haben sich die Formen stark verbessert. Nur selten mussten Tiere zur├╝ckgesetzt werden. Auch farblich gab es kaum Versager. Starke Fortschritte sind gerade in den letzten Jahren in der vollen Schwanzbesichelung erfolgt. Auch ein Dauerproblem, die Kehllappen, haben sich deutlich verbessert, wenn auch leichte Falten im Kehllappenansatz nicht zu strafen sind. Bei den Hennen sind die dunklen Hinterk├Âpfe fast verschwunden ÔÇô und das bei weiterhin guter Kehlzeichnung. Auch sind die Tiere trotz breiter Feder etwas offener in der Zeichnung geworden. All diese Fortschritte sind sicher auch Dank der wegweisenden Beurteilung  unserer zahlreichen Sonderrichtern bei den Ausstellungen erzielt worden. Ihnen geb├╝hrt ein besonderes Lob und gleichzeitig ein Dankesch├Ân f├╝r ihre T├Ątigkeit. Auch haben die Gro├čereignisse 2008 usw.  einen weiteren Schub in der Qualit├Ąt gebracht. So k├Ânnen wir heute h├Âchste Anforderungen stellen. Die H├Ąhne zeigen sich in der gew├╝nschten langen fast waagerechten Form mit feinem Kopf, sch├Ânen dicken wei├čen Ohrscheiben und klarer Zeichnung. Bemerkenswert die sch├Ânen vollen Schwanzpartien mit sauberer Grundfarbe. Auch sind nur selten faltige Ohrscheiben zu bem├Ąngeln. Auch die Hennen mit der lebhaften Ausstrahlung mit sch├Âner langer Form mit besten K├Âpfen, bei breiter Feder, runde Tupfen  und klarer offener Zeichnung. Es muss nat├╝rlich beachtet werden, dass ein Tier mit breiter Feder, dadurch ein gr├Â├čerer Tupfen, selbstverst├Ąndlich etwas dunkler wirkt. Nur noch selten sehen wir Hennen mit zu dunklen oder schwarzen K├Âpfen.   Ein besonderer Dank gilt aber den Z├╝chtern, dass sie immer wieder mit Mut und Energie die neuen Ziele angepackt haben, auch wenn es h├Ąufiger R├╝ckschl├Ąge gab. Dadurch k├Ânnen wir heute auf eine erfolgreiche Zucht bei den Silberlack zur├╝ckblicken. Auch weiterhin w├╝nschen wir den Zuchtfreunden viel Erfolg in der Zucht und bei den Ausstellungen, vor allem aber viel Freude mit ihren Silberlack-Zwergen.

Die Goldlack
Die Goldlack haben eine wechselhafte z├╝chterisch Entwicklung durchlaufen. Sie wurden zwar schon um 1900 erw├Ąhnt, es befassten sich aber nur wenige Z├╝chter mit diesem Farbenschlag. Die Zeichnung ist die gleiche, wie bei den Silberlack, nur mit dem Unterschied, dass die Grundfarbe goldbraun und die Schwanzpartie rein schwarz verlangt wird. Die Goldlack sind von ihrer Legeleistung und vom Ei-Gewicht den Silberlack noch deutlich ├╝berlegen.   In den zwanziger Jahren konnten bei verschiedenen Schauen Goldlack Zwerge angetroffen werden. Fig├╝rlich wird von brauchbaren Tieren berichtet, wenngleich auch die meisten etwas gro├č waren. Farblich konnten die Tiere wohl gefallen, jedoch lie├č die Tupfenzeichnung noch viele W├╝nsche offen. Auch nach Gr├╝ndung des Sondervereins 1933 waren sie nur selten zu sehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie fast ganz verschwunden. Lediglich von den Zuchtfreunden Gockel aus Bad D├╝rrenberg und Lindemann aus Sch├╝ttorf ist bekannt, dass sie noch Goldlack-Zwerge z├╝chteten. Alfred Schweitzer nahm sich schon Anfang der sechziger Jahre diesem Farbenschlag an und zeigte recht sch├Âne Tiere. Die Tupfenzeichnung lie├č aber auch noch viele W├╝nsche offen. Ende der sechziger Jahre nahmen sich dann die Zuchtfreunde Haubrich Bornemann, K├╝hne, Neumann und Schumann diesem sch├Ânen Farbenschlag an. Schon in k├╝rzester Zeit konnten deutliche Zuchterfolge erzielt werden. Bei der Deutschen Junggefl├╝gelschau 1969 in Hannover erhielt ein fig├╝rlich sehr sch├Âner Hahn mit schon beachtlicher Tupfung das ÔÇ×Blaue BandÔÇť. Fig├╝rlich machten uns die Goldlack am wenigsten Schwierigkeiten. Bei den Hennen bereitete uns die Brustzeichnung gro├če Probleme. Auch zeigen die Goldlack den kr├Ąftigsten Gr├╝nlack von allen Farbenschl├Ągen, wobei hier und da aber auf violette B├Ąnderung zu achten ist. Die K├Âpfe dagegen waren den anderen Farbenschl├Ągen deutlich ├╝berlegen. Sehr sch├Âne dicke runde Ohrscheiben bei beiden Geschlechtern, sowie vollkommen glatte Kehllappen sind keine Seltenheit. Auch die Brustzeichnung hat sich gerade in den letzten Jahren sehr stark verbessert, diese ist heute bei den  meisten Tieren bei beiden Geschlechtern kaum noch zu beanstanden. Von allen Farbenschl├Ągen zeigten sich in den letzten Jahren die Kollektionen der Goldlack am gleichm├Ą├čigsten und erfreuten so manchen Z├╝chter und Betrachter. Leider haben wir nur wenige Z├╝chter dieses  Farbenschlages. W├╝nschen wir doch diesem sch├Ânen, heute gut durchgez├╝chteten Farbenschlag, weitere neue Liebhaber und Z├╝chter.

Goldsprenkel 
Schon weit vor 1900 wurde von den Hamburger-Sprenkel-H├╝hnern in B├╝chern berichtet. Einer Verzwergung der beiden Farbenschl├Ąge wurde aber in Deutschland nicht nachgegangen. In Holland sind die Gold- und Silbersprenkel schon sehr lange anerkannt und so standen schon 1947 in Enschede mehrere Tiere beider Farbenschl├Ąge.   Im Jahre 1991 erfolgte dann die Anerkennung  der Goldsprenkel auf der  Ausstellung in Hannover. Nun galt es diese Zuchten zu festigen und der Musterbeschreibung entsprechend zu verbessern. Sie erfreuen sich einer gro├čen Beliebtheit und haben entsprechend heute einen verh├Ąltnism├Ą├čig hohen Zuchtstand erreicht. Die H├Ąhne sollen gleichm├Ą├čig am ganzen K├Ârper goldbraun mit gl├Ąnzenden Fl├╝geldecken sein - die Steuerfedern schwarz und die Sicheln schwarz mit schmaler goldbrauner S├Ąumung. Bei den Hennen dagegen sollen die Federn mit Ausnahme des Halsbehangs, mit schmalen schwarzen, gr├╝ngl├Ąnzenden Wellenb├Ąndern, m├Âglichst im Verh├Ąltnis 1 : 1  sein, und sich gleichm├Ą├čig von Feder zu Feder fortsetzen und bandartig ├╝ber den ganzen K├Ârper ziehen. Diese Ziele konnten schon sehr schnell verwirklicht werden.  Noch zu verbessern ist die B├Ąnderung in der Brust und der Kammdorn, insbesondere bei den H├Ąhnen,  sollte nicht st├Ąrker abfallen. Auch auf die Ohrscheiben ist zu achten, die besonders bei den Hennen noch etwas klein und zu d├╝nn sind.  

Silbersprenkel
Zur gleichen Zeit bem├╝hte sich unser Altmeister Karl Fischer um die Anerkennung der Silbersprenkel. Mit Unterst├╝tzung der Zuchtfreunde Uwe Seidemann und Josef Langfermann wurde 1993 die Anerkennung der Zwerg-Hamburger-Silbersprenkel ausgesprochen. Die Hauptfarbe ist bei den Silbersprenkel silberwei├č und die Zeichnung entspricht den Goldsprenkel. Bei den Silbersprenkel bereitet ├Ąhnlich wie bei den Wei├čen die Grundfarbe das gr├Â├čte Problem. Immer wieder trifft man sch├Âne Tiere mit fehlerhaftem gelben Anflug an. Die H├Ąhne sollten eine noch gestrecktere l├Ąngere Form aufweisen. Bei den Hennen ist noch eine bessere Wellenb├Ąnderung in der Brustzeichnung anzustreben. Ebenso sollten wie auch bei den Goldsprenkel  Ohrscheiben etwas dicker sein. Leider haben sich nur sehr wenige Z├╝chter diesem Farbenschlag verschrieben.  

Die Schwarzen
Schon in den zwanziger Jahren besch├Ąftigte man sich mit der Herausz├╝chtung der schwarzen Zwerg Hamburger. Von allen Gremien und Fachleuten wurde von der Herausz├╝chtung und Anerkennung wegen der Verwechselung von Bantam und schwarzen Hamburgern abgeraten. Unsere Argumente 1972 bei dem Antrag auf Anerkennung lauteten eindeutig: ÔÇ×Bei dem gro├čen Unterschied in der Form, der Fl├╝gelhaltung und dem Schwanzaufbau ist eine Verwechslung auszuschlie├čenÔÇť. Gro├če Anerkennung erhielten wir selbst von dem Altmeister Georg Beck, der unseren Argumenten folgte und sich f├╝r die Anerkennung aussprach. Dank gilt insbesondere der Familie Tapken, die sich seinerzeit au├čerordentlich f├╝r die Schwarzen eingesetzt hat.   Von den schwarzen Zwerg-Hamburgern verlangen wir in verst├Ąrktem Ma├č die schnittige, elegante Fasanenform und die H├Ąhne mit voller Besichelung. Feine Hennen m├╝ssen leicht gebogene Schwanzdeckfedern zeigen. Auch die markanten Kopfpunkte sollen bei diesen einfarbigen Tieren besonders zum Tragen kommen. Ein edler Kamm und gro├če, dicke, wei├če Ohrscheiben sowie ein leuchtendes rotes Gesicht mit dunklen Augen sind zu fordern. Die Gr├Â├če der Ohrscheiben sollte dem Tier angepasst und beim Hahn etwa der Gr├Â├če eines 2 ÔéČ-St├╝ckes sowie bei der Henne eines 10 Cent-St├╝ckes entsprechen. Die L├Ąufe sind satt schieferfarbig. Die rein schwarze Farbe des Gefieders soll durch ihren k├Ąfergr├╝nen Lackglanz hohen Anspr├╝chen gerecht werden.

Bei den H├Ąhnen bereiteten sich doch weitaus mehr Schwierigkeiten. Tiere mit abfallender K├Ârperhaltung, Steilschwanz und schlechter Fl├╝gelhaltung sind unerw├╝nscht. Zu tief stehende Tiere sind bei beiden Geschlechtern zur├╝ck zu setzten  und k├Ânnen die Note ÔÇ×sehr gutÔÇť nicht erreichen. Auch in der Farbe und besonders beim Lack mangelte es so manches Mal. Mit den Kopfpunkten sind wir dagegen  schon schnell vorankommen. In den letzten Jahren konnten wir in der Regel ├╝berragende Qualit├Ąten bei den Ausstellungen bewundern.  Es konnten h├Âchste Anspr├╝che an die Tiere gestellt werden und sie wurden diesen gerecht. Beste lange Formen, mit lackreichem Schwarz und den edlen K├Âpfen mit den gew├╝nschten gro├čen dicken Ohrscheiben waren zu bewundern. W├╝nschen wir diesem Farbenschlag auch weiterhin den gew├╝nschten Erfolg und freuen wir uns ├╝ber diese eleganten schwarzen Zwerg-Hamburger.  

Die Wei├čen
Den Wei├čen haben sich verh├Ąltnism├Ą├čig wenig Z├╝chter angenommen. Es liegt wohl in erster Linie an der geforderten wei├čen Grundfarbe, die in  der Regel ein Waschen vor der Ausstellung erforderlich macht. In der Musterbeschreibung verlangen wir in der Farbe reines silberwei├č. Die L├Ąufe schieferblau und etwas hellere Augen als bei den Schwarzen Farbenschlag. In den letzten Jahren konnten wir bemerkenswerte Kollektionen bei den Wei├čen auf den Ausstellungen bewundern. Starker gelber Anflug ist als grober Fehler einzustufen. Alle weiteren Kriterien haben dem Standard der Zwerg-Hamburger zu entsprechen. Der wei├če Farbenschlag hat sich in der Palette der Zwerg-Hamburger gut eingef├╝gt.

Die Blauen
Bei den gro├čen blauen Hamburgern sind neben den Schwarzen und Wei├čen auch die Blauen zugelassen. Zuchtfreund Friedbert Peter hat sich in den neunziger Jahren mit der Erz├╝chtung dieses Farbenschlages besch├Ąftigt und sie zur Anerkennung vorgestellt. Dieser dann 1994 zugelassene Farbenschlag ist aus schwarzen und wei├čen Zwerg-Hamburgern herausgez├╝chtet worden. Die Rassemerkmale bereiten bei der Z├╝chtung nicht die gr├Â├čten Probleme, denn die Ausgangstiere sind fast ausschlie├člich Zwerg-Hamburger. Wir konnten in den letzten Jahren wunderbare Blaue mit tollen Figuren und feinen K├Âpfen sowie sch├Ânen Ohrscheiben bei den Hauptsonderschauen und den Bundesschauen sehen. Die Farbe lautete bisher Blau und ist vor einigen Jahren  im Rahmen der Europ├Ąischen Standardanpassung rasse├╝bergreifend in ÔÇ×Blau Ges├ĄumtÔÇť umbenannt worden. Die neue Musterbeschreibung lautet nun: ÔÇ×Grundfarbe etwas dunkleres Taubenblau. Jede Feder mit mehr oder weniger dunkelblauem Saum. Hals- und Sattelbehang, R├╝cken und Fl├╝geldecken des Hahnes sowie Halsbehang der Henne im Blau dunklerÔÇť. Diese ├änderung kommt sicher den Z├╝chtern entgegen. Leider gibt es nur wenige Zuchten unserer blauen Zwerg-Hamburger.

Sonderverein
Der Sonderverein der Z├╝chter des Zwerg Hamburger Huhnes ist 1933 gegr├╝ndet und 1958 aufgrund der politischen Lage in Westdeutschland zus├Ątzlich als 2. SV  ins Leben gerufen worden.
Die Jahreshauptversammlungen fanden zun├Ąchst anl├Ąsslich der Deutschen Junggefl├╝gelschau in Hannover statt. Ebenfalls fanden die Sonderschauen fast ausschlie├člich auf den Bundesschauen statt. Im Jahr 1967 entschlossen wir uns die JHV in die Sommermonate zu verlegen. So fand 1967 die erste Sommertagung mit Jahreshauptversammlung in Thesen/ Westfalen statt. Mit ihren Familien treffen sich die Z├╝chter in jedem Jahr zur Sommertagung mit Jahreshauptversammlung und der Hauptsonderschau. In der Regel organisiert von einem unserer Zuchtfreunde. Im  Jahr 1973 organisierte erstmals unser Ehrenmitglied Bruno Haubrich die HSS in Limburg. Diese beiden Veranstaltungen sind die gr├Â├čten Ereignisse im Kreise der Zwerg-Hamburger Z├╝chter. Sie sind zwar gepr├Ągt von den Gespr├Ąchen ├╝ber unserer sch├Ânen Zwerg-Hamburger, jedoch kommen auch die privaten Gespr├Ąche nicht zu kurz. Sie fanden  vom h├Âchsten Norden in Burg bis zum tiefsten S├╝den im Rheinau bei Kehl und auch im Ausland bei unserem Zuchtfreund Zehnder in der Schweiz, statt. Man kann sie als  kleine Familienfeste bezeichnen oder als einen Kurzurlaub, denn im Vordergrund stehen neben einer kurzen JHV oder der HSS die Freundschaften der Familien mit einem gem├╝tlichen Miteinander.   Bild Sommertagung Im Jahr 1979 legte der 1. Vorsitzende, Fritz K├╝hne, sein Amt in j├╝ngere H├Ąnde und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Nachfolge ├╝bernahm der 2. Vorsitzende, Anton Schumann. Die gr├Â├čte Freude, auch f├╝r uns Gefl├╝gelz├╝chter und den Sonderverein, war im Jahr 1989 die Grenz├Âffnung und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Nun konnten wir endlich wieder vereint unsere Zusammenk├╝nfte begehen, uns ├╝ber unsere sch├Ânen Zwerg-Hamburger gemeinsam freuen und Tiere austauschen. Damit war die M├Âglichkeit einer Zusammenf├╝hrung zu einem Sonderverein gegeben. Zum ersten Mal konnten wir  gemeinsam die Hauptsonderschau 1990 in Gro├čostheim beschicken. Sie wird f├╝r viele Zuchtfreunde unvergessen bleiben. Nach den entsprechenden Beschl├╝ssen beider Sondervereine erfolgte 1991 die Zusammenf├╝hrung des Sondervereins. Der Vorsitzende der SZG, Gerhard Bornemann, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt und Anton Schumann f├╝hrte das Amt des Vorsitzenden im gemeinsamen Sonderverein weiter. Bei der folgenden Sonderschau 1991 in Hoya konnten wir 381 Zwerg-Hamburger bewundern. Eine Zahl, die wir wohl so schnell nicht wieder erreichen werden. Die weiteren gro├čen Aktivit├Ąten, wie der Gro├če Preis der Zwerghuhnzucht und die Europaschauen trugen zu der Beliebtheit der Rasse bei. Dem Sonderverein, 1933 gegr├╝ndet, geh├Âren zurzeit ├╝ber 100 Mitglieder an. Dies ist eine Folge von langj├Ąhriger erfolgreicher Arbeit des Sondervereins und ihrer Mitglieder mit dem Ziel, dass uns unser Hobby im heutigen sehr harten Alltagsleben Entspannung und Freude bringen m├Âge. Die vielen Freundschaften der Z├╝chterfamilien im gesamten Deutschland trugen zu der erfolgreichen Arbeit des Sondervereins bei. 

Wir hoffen auch weiterhin, dass sich die Mitgliederzahl weiter erh├Âht. Durch die Vielfalt an Farbenschl├Ągen bietet sich jedem eine gro├če Auswahl an Farbenpracht und Zeichnung, verbunden mit einer sch├Ânen eleganten Form und lebhaften Kopfpunkten vervollkommnen sie die Zwerg-Hamburger. Interessierten Z├╝chtern sind wir  beim Aufbau einer Zwerg-Hamburger-Zucht gern bereit zu helfen und w├╝rden uns freuen, wenn sie unserem Sonderverein beitreten. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, erfahren Sie N├Ąheres u.a. beim S.V. Vorsitzenden Stefan Heidrich.

S.V. Vorsitzenden Stefan Heidrich
Oberdorfstra├če 9 
02763 Mittelherwigsdorf

Tel.: 03583795272
E-Mail heidrich.stefan1@web.de

oder besuchen Sie uns auf www.sv-zwerghamburger.de

Anton Schumann