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Wissenschaftlicher Gefl├╝gelhof des BDRG unterst├╝tzt Taubengenom-Projekt und bittet um Mithilfe durch die Z├╝chter

Vor einigen Wochen erreichte den Wissenschaftlichen Gefl├╝gelhof des BDRG (WGH) eine Anfrage eines Wissenschaftlers aus Spanien, der sich gemeinsam mit einem iranischen und chinesischen Forscherteam im Rahmen eines Verbundprojektes f├╝r die Genetik bei verschiedenen Taubenrassen und -arten interessiert.

Dabei soll es vor allem darum gehen, mehr ├╝ber die Domestikationsgeschichte der Taube zu erfahren. Um ein m├Âglichst genaues Bild ├╝ber die Entstehung und Verbreitung abbilden zu k├Ânnen, sollen vor allem auch weitere Rassen aus Europa und insbesondere aus Deutschland mit in das Projekt einbezogen werden. Hierbei ├╝bernimmt der WGH die Koordination der Probensammlung der deutschen Taubenrassen. Leider k├Ânnen nicht alle in Deutschland anerkannten Taubenrassen in das Projekt einbezogen werden. Es wurden die Rassen ausgew├Ąhlt, deren Ursprung in Deutschland liegt bzw. die schon sehr lange in Deutschland gez├╝chtet werden. Au├čerdem soll eine m├Âglichst gro├če Bandbreite an Taubengruppen abgebildet werden. F├╝r das Projekt wurden folgende Rassen ausgew├Ąhlt:

Aachener Bandkr├Âpfer, Aachener Lackschildm├Âvchen, Altdeutsche Kr├Âpfer, Altdeutsches M├Âvchen, Altenburger Trommeltaube, Coburger Lerche, Deutsche Modeneser, Eistaube, Elsterpurzler, K├Âlner T├╝mmler, Lockentaube, Luchstaube, N├╝rnberger Bagdetten, Rheinische Ringschl├Ąger, Schmalkaldener Mohrenkopf, Strasser, Startaube, Th├╝ringer Fl├╝geltaube.

Dabei werden pro Rasse insgesamt Proben von 10 nicht verwandten Tieren ben├Âtigt (als nicht verwandt gelten diejenigen Tiere, die verschiedene Gro├čeltern haben). W├╝nschenswert w├Ąre es daher, wenn sich m├Âglichst viele verschiedene Z├╝chter pro Rasse beteiligen. Das f├╝r die Untersuchung ben├Âtigte genetische Material kann aus den Federn der Tiere gewonnen werden. Somit ist eine Probennahme durch den Z├╝chter selbst m├Âglich. Eine ausf├╝hrliche Anleitung und die Materialien bekommen Sie von uns zur Verf├╝gung gestellt. Das Projekt kann nur gelingen, wenn Sie als Z├╝chter sich hieran beteiligen. Haben Sie Interesse das Projekt zu unterst├╝tzen, melden Sie sich bitte zur weiteren Abstimmung bei mir unter der Email Adresse: oder telefonisch unter 02183/414115.

Anders als in vorherigen Projekten bei denen genetische Proben von Rassegefl├╝gel ben├Âtigt wurde, hat der WGH als Projektpartner Zugriff auf die Ergebnisse, die Ihnen anschlie├čend selbstverst├Ąndlich zur Verf├╝gung gestellt werden. Ich bedanke mich schon jetzt f├╝r Ihre Mithilfe und freue mich, wenn Sie sich bei mir melden.

Dr. Mareike Fellmin