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100 Jahre SV des Sachsen - und Zwerg Sachsenhuhnes e. V. gegr. 1921

Aktuell l├Ąuft ein Modellprojekt des Biosph├Ąrenreservates Oberlausitzer Heide und Teichlandschaften welches 2020 mit 600 Bruteiern aller 4 Farbenschl├Ąge gestartet wurde und sich aktuell im 2. Jahr befindet, hier wurden Ende M├Ąrz 2021 890 Bruteier in die Maschinen gelegt.

Am 20.11.1921 erfolgte in Chemnitz - Altendorf die Gr├╝ndung des ,,Sachsenhuhnz├╝chtervereinsÔÇť auf Initiative von Arthur Esche unter Anwesenheit weiterer bedeutender s├Ąchsischer Z├╝chterpers├Âhnlichkeiten. Hier wurden alle Bem├╝hungen gefestigt, welche in theoretischen und praktischen Bestrebungen seit ca. 1882 untenommen wurden.

Aus Mischrassen ,,der eigenen ScholleÔÇť entstanden, erfolgte 1914 die erste Musterbeschreibung f├╝r das S├Ąchsische Landhuhn und 1916 die Anerkennung als Wirtschaftsrasse.

Nach der Gr├╝ndung des SV 1921 erfolgte eine ├ťberarbeitung der Musterbeschreibung durch Arthur Esche, unter der Federf├╝hrung von Dr. Paul Tr├╝benbach. Grundlegend hat diese Musterbeschreibung bis heute ihre G├╝ltigkeit: ein elegantes Landhuhn mit flie├čenden Linien von adeliger Ausstrahlung, der rassetypischen R├╝ckenlinie, dem T├╝tenschwanz und dem vollen Legebauch der 0.1. Das typische Kopfprofil mit dem nicht zu gro├čem Kamm und Kehllappen sowie den rein wei├čen mandelf├Ârmigen Ohrscheiben sind weitere Merkmale. Urtyp ist der schwarze Farbenschlag.

Durch A. Esche erfolgte die Erz├╝chtung des wei├čen und gesperberten Farbenschlages zirka um 1923. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgte unter der Federf├╝hrung von Gotthard D├Âring die Erz├╝chtung des gelben Farbenschlages in der Oberlausitz. Kurzzeitig waren auch blaue und silberhalsige Tiere vorhanden, welche sich aber nicht durchsetzten.Waren in den f├╝nfziger Jahren des letzten Jahrhunderts die gesperberten in gro├čer Zahl vorhanden, sind diese heute weit d├╝nner ges├Ąt. Schon immer selten, der wei├če Farbenschlag, bei schwarz sind die Zahlen stabil, er ist der f├╝hrende Farbenschlag auch in der Qualit├Ąt. Die gelben sind rar geworden, nachdem die Spitzenzuchten altersbedingt aufgegeben werden mussten.

Das Farbquartett der Gro├črasse ist gleicherma├čen bei den Zwergen vorhanden, jedoch sind diese weitaus seltener anzutreffen, hier fehlen einfach mehr Zuchtfreunde die sich damit besch├Ąftigen. Der gro├če Durchbruch wie bei den anderen Wirtschaftsrassen ist den Sachsenh├╝hnern bei den Rassegefl├╝gelz├╝chtern bis heute verwehrt geblieben.

Die Verbreitung an sich und damit die genetische Sicherung der Sachsenh├╝hner konnte in den letzten Jahren durch verschiedene Projekte gesichert werden.

Im Projekt Kryoreserve am Wissenschaftlichen Gefl├╝gelhof wurden die Sachsenh├╝hner untersucht und beurteilt sowie die Spermien der besten Tiere eingelagert.

Aktuell l├Ąuft ein Modellprojekt des Biosph├Ąrenreservates Oberlausitzer Heide und Teichlandschaften welches 2020 mit 600 Bruteiern aller 4 Farbenschl├Ąge gestartet wurde und sich aktuell im 2. Jahr befindet, hier wurden Ende M├Ąrz 2021 890 Bruteier in die Maschinen gelegt.

Ein weiteres Projekt an der TU Dresden zur Nutzung des Sachsenhuhnes als Zwiehuhn wurde schon mehrfach in der Fachpresse vorgestellt. Die Bruteier wurden auch hier von den Z├╝chtern des SV bereitgestellt.

Diese fundierten wissenschaftlichen Fakten und Zahlen versetzten uns als SV in die Lage das Sachsenhuhn auch bei land wirtschftlichen Direktvermarktern als Zweinutzungsrasse vorzustellen und f├╝r dessen Haltung zu werben. Erste Gespr├Ąche mit 2 potenziellen Pilotbetrieben laufen. F├╝r uns als SV bedeutet das gr├Â├čerer Genpool und die M├Âglichkeit aus der gr├Â├čeren St├╝ckzahl das eine oder andere rassisch hochwertige Tier zur Verf├╝gung zu haben.

Legeleistung, Frohw├╝chsigkeit und Vitalit├Ąt stehen wie eh und je f├╝r uns an erster Stelle - gleiches gilt f├╝r die Zwerge.

Die Z├╝chter im SV sind digital gut miteinander vernetzt und treffen sich (unter normalen Bedingungen) jedes Jahr am ersten Juniwochenende zum Erfahrungsaustausch und im Oktober zur Jungtierbesprechung.  Die weitere Verbreitung der Rasse und der Erhalt der urspr├╝nglichen Merkmale ohne Extreme stehen im Focus unserer Bem├╝hungen. Die hier genannten Daten und gezeigten Bilder entstammen dem Archiv des SV. 

N├Ąheres auf der Homepage www.Sachsenhuhn.de 

Matthias Knoll, 1.Vorsitzender